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Die syntaktische Funktion von ὅτι in Joh 8.47*

Published online by Cambridge University Press:  20 November 2015

Hans Förster*
Affiliation:
Institut für Neutestamentliche Wissenschaft, Evangelisch-Theologische Fakultät, Universität Wien, Schenkenstraße 8–10, 1010 Wien, Austria. Email: hans.foerster@univie.ac.at
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Abstract

A causal clause is often used to translate ὅτι in John 8.47. This, in combination with a problematic translation of the prepositional phrase διὰ τοῦτο, creates (in the translations) a logical argument that is contrary to the argument in Greek. The NRSV translates: ‘Whoever is from God hears the words of God. The reason you do not hear them is that you are not from God.’ The translation is somewhat different from the King James Version, which interprets the ὅτι-clause as causal: ‘He that is of God heareth God's words: ye therefore hear them not, because ye are not of God.’ Both translations and the implied logic must be rejected for philological reasons. The correct translation is: ‘He that is of God hears God's words. From this follows: you do not hear. Thus, you are not of God.’ The difference is obvious: the logical argument is turned on its head. The usual way to translate this argument implies a predestination: the Jews are simply ‘not of God’. The semantically correct translation makes obvious the connection between their decision (i.e. not to listen to Jesus) and the judgement spoken by Jesus.

German abstract: In Joh 8.47 wird die Partikel ὅτι kausal übersetzt; dies bildet zusammen mit der Übersetzung der präpositionalen Wendung διὰ τοῦτο eine Argumentationskette, die nicht den Bezügen im Griechischen entspricht. Die zu beanstandende Übersetzung lautet (Lutherübersetzung 1984; ähnlich auch die Einheitsübersetzung): „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid.“ Diese Übersetzung ist aus philologischen Gründen abzulehnen. Semantisch und syntaktisch korrekt ist vielmehr: „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte: Daraus folgt: Ihr hört nicht, deswegen seid ihr nicht von Gott.“ Die Differenz der Übersetzungen ist offensichtlich. Im Rahmen der üblicherweise verwendeten Übersetzung wird aus dem Untersatz eines logischen Arguments ein Obersatz. Dies bildet dann die Grundlage für eine Verurteilung. Während damit die herkömmliche Übersetzung eine pauschale Verurteilung und Prädestination der Juden impliziert, besteht nach der philologisch korrekten Übersetzung ein Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Hörer Jesu und ihrer Zugehörigkeit zu Gott.

Type
Short Studies
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Creative Common License - CCCreative Common License - BY
This is an Open Access article, distributed under the terms of the Creative Commons Attribution licence (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/), which permits unrestricted re-use, distribution, and reproduction in any medium, provided the original work is properly cited.
Copyright
Copyright © Cambridge University Press 2015

1. Einleitung

Üblicherweise wird die griechische Partikel ὅτι in Joh 8.47 kausal übersetzt: ὁ ὢν ἐκ τοῦ θεοῦ τὰ ῥήματα τοῦ θεοῦ ἀκούει· διὰ τοῦτο ὑμεῖς οὐκ ἀκούετε, ὅτι ἐκ τοῦ θεοῦ οὐκ ἐστέ.Footnote 1 „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte: ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid“ (vgl. Luther-Übersetzung 1984). Diese Übersetzung erweckt im Deutschen den Eindruck, dass die Juden, weil sie Juden sind, Gottes Wort nicht hören (können). Ein genauerer Blick auf den griechischen Text zeigt, dass die Argumentation des Textes an zwei Punkten hängt: Zum einen an der präpositionalen Wendung διὰ τοῦτο, bei der zu fragen ist, in welche Richtung sie zu beziehen ist. Und zum anderen an der Partikel ὅτι, die, wie im Folgenden dargelegt wird, an dieser Stelle nicht zwingend kausal übersetzt werden muss. Unter Beachtung der philologischen Argumente wird sich zeigen, dass die Kausalverhältnisse neu zu bestimmen sind. Damit kann eine philologisch genauere Übersetzung dazu beitragen, die textimmanenten Widersprüche in den Übersetzungen von Joh 8.47 zu reduzieren.

2. Die grammatischen und lexikalischen Grundlagen für eine neue Übersetzung von Joh 8.47

2.1. Die Partikel ὅτι

2.1.1. Die syntaktische Funktion von ὅτι

Bei der Partikel ὅτι handelt es sich (vgl. LSJFootnote 2) um eine multivalente Konjunktion, die Objektsätze (Ersetzung des AcI),Footnote 3 Subjektsätze und Kausalsätze einleitet. Daneben ist das so genannte ὅτι rezitativum zu erwähnen, das sowohl die direkte wie auch die indirekte Rede einleiten kann.Footnote 4 In zahlreichen Fällen ist es offensichtlich, dass die Entscheidung, ob ein Objektsatz oder ein Kausalsatz zur Übertragung verwendet wird, im Ermessen des Übersetzers steht.Footnote 5 Deshalb scheint auch für ὅτι zu gelten, was für das participium coniunctum gilt, dass es nämlich „in einem logischen Verhältnis zu dem übergeordneten Prädikatsverb und damit zum Satzganzen [steht]. Dieses nicht immer eindeutige Verhältnis ist an sich … aus dem inhaltlichen Zusammenhang des Textes zu erschließen …“Footnote 6

2.1.2. ὅτι rezitativum

Eine Sonderfunktion stellt das ὅτι rezitativum dar. Grammatikalisch ist die Deutung der Partikel als Doppelpunkt, wodurch die wörtliche Rede eingeleitet wird, etwas völlig anderes als die Einleitung eines Objektsatzes. Das Erstere stellt die Parataxe zweier Hauptsätze dar, das Letztere ist ein einziger Satz, der aus einem Hauptsatz und einem von einem verbum dicendi abhängigen Nebensatz besteht. Wie aus der Syntax von Joh 20.18 und den dazugehörigen Varianten hervorgeht, besteht auf der grammatikalischen Ebene keine Möglichkeit, zwischen der Parataxe zweier Hauptsätze und der Hypotaxe eines Objektsatzes zu unterscheiden.Footnote 7 Dies ist aus dem Kontext zu erschließen.

2.1.3. Parataktische Konstruktionen mit Hilfe von ὅτι

Bei der Verwendung von ὅτι bestehen Parallelen zum Gebrauch von καί, das sowohl para- wie hypotaktisch verwendet werden kann.Footnote 8 Aus der Beobachtung, dass direkte und indirekte Rede als zwei mit der Konjunktion καί verbundene Hauptsätze nebeneinander stehen können, ohne dass es formal eine Möglichkeit gäbe, dies aufgrund einer entsprechenden Einleitung durch eine Konjunktion oder durch den Modus des Verbs zu erkennen, muss geschlossen werden, dass auch ὅτι als Konjunktion sowohl eine Parataxe wie eine Hypotaxe zu strukturieren vermag. Durch die Partikel können also zwei Hauptsätze in ein inhaltliches Verhältnis zueinander gesetzt werden, ohne dass dadurch bereits die semantische Valenz des Bezugs zum Ausdruck gebracht wird. Dies wird auch dadurch deutlich, dass bei der Einleitung eines Hauptsatzes ὅτι und καί an satzeröffnender Stelle alternativ verwendet werden können (vgl. Joh 1.16).Footnote 9 Ferner ist auch die ersatzlose Auslassung von ὅτι belegt.Footnote 10 Es darf also vor einer vorrangig hypotaktischen Übertragung von ὅτι gewarnt werden.Footnote 11

2.1.4. Tatsachenbeschreibungen mit Hilfe von ὅτι

Problematisch ist ferner, dass die lockere Parataxe zweier Sätze durch ὅτι häufig auch bei Tatsachenbeschreibungen mit „denn“ ins Deutsche übertragen wird und diese Sätze dadurch eine eher kausale Valenz erhalten.Footnote 12 Da offensichtliche Dinge beschrieben werden, scheint man folgern zu dürfen, dass in der biblischen Sprache die Konjunktion ὅτι im Sinne von δῆλον ὅτι verwendet werden kann. Es sei auch nur auf die Verwendung von satzeinleitendem ὅτι in zahlreichen Psalmen verwiesen.

Für die Semantik von ὅτι bedeutet dies, dass eine Verkürzung von δῆλον ὅτι zu ὅτι als eine weitere mögliche Bedeutung der Konjunktion in biblischen Texten angenommen werden kann. Gerade die Abwesenheit von Verben, bei denen ein direktes Objekt in einen hypotaktischen und mit ὅτι eingeleiteten Satz umgewandelt werden kann, sollte also zu besonderer Vorsicht bei der Übertragung von ὅτι mit einem hypotaktischen Satz mahnen. Dies sind Stellen, an denen ein (δῆλον) ὅτι bzw. eine Parataxe, die als Asyndeton übertragen werden kann, zu vermuten ist.

2.2. Die präpositionale Wendung διὰ τοῦτο

2.2.1. Grundsätzliche Überlegungen

Der präpositionalen Wendung διὰ τοῦτο liegt das anaphorische Demonstrativpronomen οὗτος zugrunde.Footnote 13 Das kataphorische Demonstrativpronomen lautet im Griechischen hingegen ὅδε.Footnote 14 Aufgrund fehlender Differenzierung im Deutschen müssen beide (!) Demonstrativpronomina mit „dieser“ ins Deutsche übertragen werden.Footnote 15 Das folgende Beispiel kann dies verdeutlichen: So lautet Gen 21.31 in der Version der Septuaginta: διὰ τοῦτο ἐπωνόμασεν τὸ ὄνομα τοῦ τόπου ἐκείνου Φρέαρ ὁρκισμοῦ, ὅτι ἐκεῖ ὤμοσαν ἀμφότεροι, „Deswegen gab er jenem Ort den Namen Schwurbrunnen, weil dort beide geschworen hatten“ (Septuaginta Deutsch). Bei dieser Übertragung wird nicht deutlich, dass vorher (Gen 21.22–30) die Geschichte vom Schwur am Brunnen erzählt wurde und sich διὰ τοῦτο darauf bezieht. Durch die Verwendung der kausalen Konjunktion „weil” (für ὅτι) bezieht sich das Demonstrativpronomen im Deutschen nun auf den nachfolgenden Satz. Semantisch korrekt wäre hingegen diese Übersetzung: „Aus dem Vorangegangenen folgt: Er gab jenem Ort den Namen Schwurbrunnen. Offensichtlich ist: Dort hatten beide geschworen.“

2.2.2. Die Wendung διὰ τοῦτο τάδε … als Einleitung einer Offenbarungsrede

Ein stereotyper Gebrauch von διὰ τοῦτο findet sich in der Septuaginta in der prophetischen Offenbarungsrede, die aufgrund einer konkreten Situation Konsequenzen ankündigt. Die Wendung διὰ τοῦτο τάδε …, häufig mit nachfolgenden verba dicendi, begegnet stereotyp zur Einleitung autoritativer Rede.Footnote 16 In diesem Fall steht die präpositionale Wendung διὰ τοῦτο letztlich für einen ganzen Hauptsatz, der ein verbum dicendi in der ersten Person Sg. enthalten würde, sodass der Prophet nach einer Beschreibung einer problematischen Situation mit διὰ τοῦτοFootnote 17 zur Gottesrede überleitet: „Aus diesem Grunde (zu ergänzen: sage ich euch): Dies spricht der Herr …“

3. Die Anwendung der Analyse von ὅτι und διὰ τοῦτο auf Joh 8.47

Bei Joh 8.47 steht direkt vor διὰ τοῦτο ein anderer Inhalt als in dem mit ὅτι eingeleiteten Satz. Es ist deswegen von entscheidender Bedeutung, ob man διὰ τοῦτο anaphorisch oder kataphorisch überträgt.Footnote 18

Der Text lautet (Joh 8.47): ὁ ὢν ἐκ τοῦ θεοῦ τὰ ῥήματα τοῦ θεοῦ ἀκούει· διὰ τοῦτο ὑμεῖς οὐκ ἀκούετε, ὅτι ἐκ τοῦ θεοῦ οὐκ ἐστέ. Üblicherweise wird der mit ὅτι eingeleitete Nebensatz kausal übersetzt und διὰ τοῦτο kataphorisch interpretiert (vgl. oben 2.2.): „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte: ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid.“Footnote 19 Der mit ὅτι eingeleitete Satz ersetzt kein Objekt von ἀκούω. Damit erfüllt dieser Satz die in Abschnitt 2.1. dargelegten Kriterien für eine Aussage (Tatsachenbeschreibung) und die Verwendung von ὅτι als verkürztes δῆλον ὅτι. Ferner ist der Bezug von διὰ τοῦτο auf den nachfolgenden Satz semantisch falsch. Korrekt ist ein Bezug von διὰ τοῦτο auf den vorangegangenen Hauptsatz: „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte.“

Der erste Hauptsatz stellt eine allgemeingültige Aussage dar. Wenn man nun den gesamten Text von Joh 8.47 unter Beibehaltung der Bezugnahme von διὰ τοῦτο auf den einleitenden Satz von Joh 8.47 wörtlich überträgt und die schwache Parataxe durch ὅτι mit Hilfe eines Doppelpunkts als asyndetische Parataxe deutet,Footnote 20 kommt man zu folgendem Ergebnis: „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte. Daraus folgt: Ihr hört nicht: ihr seid nicht aus Gott.“ Wenn man die Hauptsätze nun weiterhin parataktisch mit der kopulativen Konjunktion „und“Footnote 21 verbindet – am Rande sei bemerkt, dass das Johannesevangelium die Parataxe von Hauptsätzen vergleichsweise häufig verwendetFootnote 22 – so kommt man zu diesem Ergebnis: „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte: Daraus folgt: Ihr hört nicht und ihr seid nicht von Gott.“ Und wenn man die Verwendung von ὅτι als verkürztes δῆλον ὅτι voraussetzt, dann kommt man zu folgendem Ergebnis: „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte. Daraus folgt: Ihr hört nicht: Offenkundig ist, dass ihr nicht von Gott seid.“

Durch die philologisch präzisere Übersetzung von οὗτος wird die logische Struktur deutlich: Der Obersatz lautet: ὁ ὢν ἐκ τοῦ θεοῦ τὰ ῥήματα τοῦ θεοῦ ἀκούει. Der Untersatz lautet: ὑμεῖς οὐκ ἀκούετε. Die mit ὅτι eingeleitete Conclusio lautet: ἐκ τοῦ θεοῦ οὐκ ἐστέ. Man kann nun sogar ὅτι begründend übersetzen: „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte: Daraus folgt: Ihr hört nicht, deswegen seid ihr nicht von Gott.“Footnote 23 Der semantisch inkorrekte Bezug von οὗτος auf das Nachfolgende in den gängigen Übersetzungen vertauscht nun den Untersatz mit der Conclusio: „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte: ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid.“ Dies ist, wie die beiden in ihrer Bedeutung höchst unterschiedlichen Übertragungen des Verses zeigen, ein folgenreicher Fehler der Übersetzung,Footnote 24 da gemäß dieser die Juden prinzipiell von Jesus verurteilt werden.

Dass die Hörer nicht auf Jesu Worte hören, der redet, was er von seinem Vater gehört hat (Joh 8.38), führt nach einer philologisch genaueren Übersetzung zur prophetischen Verurteilung. Dieses Urteil ist jedoch keine ontologische Verurteilung einer Gruppe, „weil sie nicht von Gott“ wäre, sondern vielmehr die Konsequenz aus dem Weghören. Und gerade deswegen ist dieses Jesuswort ein besonderer Aufruf zur Umkehr.

4. Weitere problematische Übersetzungen von ὅτι im direkten Kontext von Joh 8.47

Zwei weitere problematische Fälle von ὅτι haben in der Umgebung von Joh 8.47 zu einer Verstärkung der hier kritisierten Übersetzung beigetragen. In 8.45 begegnet ein verbum dicendi, sodass die kausale Übertragung von ὅτι im Objektsatz inkorrekt ist: ἐγὼ δὲ ὅτι τὴν ἀλήθειαν λέγω, οὐ πιστεύετέ μοι, „Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht!“Footnote 25 Philologisch richtig ist: „Aber dass ich die Wahrheit spreche, das glaubt ihr mir nicht.“ Der proleptische und mit ὅτι eingeleitete Satz benennt, was Jesus nicht geglaubt wird. Und da man grundsätzlich eine Frage mit ὅτι einleiten darf, ergibt sich für Joh 8.43 ebenfalls eine andere Übersetzung: διὰ τί τὴν λαλιὰν τὴν ἐμὴν οὐ γινώσκετε; ὅτι οὐ δύνασθε ἀκούειν τὸν λόγον τὸν ἐμόν. Üblicherweise wird dies so übersetzt (Lutherübersetzung 1984): „Warum versteht ihr denn meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt!“ Man kann und sollte jedoch den zweiten Satz ebenfalls als Frage übersetzen: „Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Etwa weil ihr mein Wort nicht hören könnt?“Footnote 26 In beiden beanstandeten Fällen ist die herkömmliche und philologisch problematische Übersetzung stärker antijudaistisch als die hier vorgeschlagene.Footnote 27 Bei Bultmann zeigt sich sehr deutlich, wie die semantisch falsche Deutung einer einzigen Konjunktion zu einem hermeneutischen Zirkel werden kann: „V. 47 gibt die Antwort auf die Frage von V. 46b und läßt dabei die Zweideutigkeit fallen. Warum glauben sie ihm nicht, der doch ,die Wahrheit sagt?’ Die ,Wahrheit’, die er sagt, sind die Worte Gottes, und es gilt: ,Nur wer aus Gott ist, der hört die Worte Gottes.’ Also können sie nicht ,hören’, weil sie nicht ,aus Gott sind’. Die Rede ist damit zum Anfang zurückgekehrt: V. 43f. fragte: Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt! … V. 46f. wiederholt Frage und Antwort: Warum glaubt ihr nicht? Weil ihr nicht von Gott stammt!“Footnote 28 Unverständlich bleibt, warum Bultmann an dieser Stelle das Demonstrativpronomen kataphorisch bezieht, während er an anderer Stelle den anaphorischen Charakter dieses Demonstrativpronomens betont.Footnote 29

Wenn man nun Joh 8.43, 45–7 in der neu vorgeschlagenen Übersetzung bietet, wird deutlich, wie sehr dies das Verständnis des Textes ändert:Footnote 30 „Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Etwa weil ihr mein Wort nicht hören könnt? … Aber dass ich die Wahrheit spreche, das glaubt ihr mir nicht. Wer von euch kann mich einer Sünde zeihen? Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte: Daraus folgt: Ihr hört nicht, deswegen seid ihr nicht von Gott.“

Die Frage in Joh 8.46b ist nur sinnvoll, wenn die Zuhörer nicht glauben, dass Jesus die Wahrheit spricht. Falls sie nicht zu glauben vermögen, weil Jesus die Wahrheit spricht, ist sie unsinnig. Dies spricht klar und eindeutig gegen die kausale Valenz von ὅτι in Joh 8.45. Damit ist jedoch gerade in Zweifel gezogen, ob „seine Antagonisten darum nicht zu hören vermögen, weil sie ,nicht aus Gott’ sind“.Footnote 31 Sie glauben vielmehr nicht, dass er die Wahrheit sagt. Und eben daraus wird dann die Aussage in Joh 8.47 abgeleitet. Auch eine Prädestinationslehre kann auf dieser Übersetzung nicht mehr aufgebaut werden.Footnote 32

5. Schlussbemerkung

Umberto Eco bemerkt zur Interpretation von Texten: „In this sense the internal textual coherence controls the otherwise uncontrollable drives of the reader.“Footnote 33 Diese von Eco erwähnten „unkontrollierbaren“ Tendenzen der Leser haben an der vorliegenden Stelle zu einer stark antijudaistisch gefärbten Übersetzungstradition geführt, die aus prinzipiellen philologischen Gründen abzulehnen ist. Der Text der Vulgata hat in Joh 8.47 veränderte Bezüge des Pronomens.Footnote 34 Zumindest an dieser Stelle scheint die Vulgata die modernen Übersetzungen noch immer zu beeinflussen.

Für die Wahrnehmung der Argumentation in Joh 8.47 gilt, dass bereits die Interpunktion des Novum Testamentum Graece (28. Auflage) die problematische Deutung der Passage unterstützt. Die hier vorgeschlagene Neuübersetzung setzt folgende, syntaktisch bessere Interpunktion für Joh 8.47 voraus: ὁ ὢν ἐκ τοῦ θεοῦ τὰ ῥήματα τοῦ θεοῦ ἀκούει, διὰ τοῦτο· ὑμεῖς οὐκ ἀκούετε· ὅτι ἐκ τοῦ θεοῦ οὐκ ἐστέ. Wie sehr die scheinbar absolute Verurteilung der Juden an dieser Stelle die Exegeten bewegt, kann man im Kommentar von Haenchen verfolgen. Während er der hier kritisierten Übersetzung folgt,Footnote 35 kommt er im Kommentar zu folgender paraphrasierender Übersetzung, um die Stelle zu erklären: „Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes, wenn sie gesprochen werden. Jesus spricht sie. Also sind die Juden nicht aus Gott, wenn sie Jesu Worte nicht als Gottesworte hören.“Footnote 36 Intratextuell, das ist unbestreitbar, passt diese Paraphrase der Stelle weit besser zum johanneischen Aufruf zur persönlichen Entscheidung, die dann eben die Grundlage für das Ergehen des Menschen im Gericht ist.Footnote 37 Gerade deswegen ist es ja das Gesetz des Mose, das die jüdischen Gegner Jesu im Johannesevangelium anklagtFootnote 38 – und die Weigerung, auf Jesu prophetische Worte zu hören, wird ja unzweifelhaft mit der Missachtung des mosaischen Gesetzes gleichgesetzt.Footnote 39 Falls man also keinen unauflösbaren Widerspruch zwischen Joh 8.47 und Joh 5.45–7 voraussetzen möchte, würde ein intertextueller Bezug auf das Gesetz Mose die vorgeschlagene Übersetzung im Kontext des Johannesevangeliums sinnvoller erscheinen lassen: Gerade weil Jesu Wort mit dem Wort des Mose (und damit mit dem mosaischen Gesetz) auf eine Ebene gestellt wird, führt die Nichtbeachtung von Jesu Wort zum Ausschluss aus dem Umfeld Gottes. Und eben die Missachtung des Wortes Gottes führt bereits bei den Propheten dazu, dass das Volk Israel durch den Namen des Sohnes des Propheten Hosea als „nicht mein Volk“ angesprochen wird.Footnote 40 Angesichts der intratextuellen Bezüge im Johannesevangelium sowie aufgrund der Bezüge zur „Schrift“ scheint es fast schon theologisch unvorstellbar, dass nicht auch in Joh 8.47 ein derartiger Tun-Ergehen-Zusammenhang vorliegen sollte. Da diese kurzen Überlegungen die Ergebnisse der grammatischen Analyse bestätigen, scheint kein Weg an der hier vorgeschlagenen Neuübersetzung von Joh 8.47 vorbeizuführen. Gleichzeitig bietet diese Neuübersetzung eine bessere Grundlage als die üblicherweise verwendeten Übertragungen für eine verantwortliche „Exegese und Verkündigung, mit diesem Abschnitt so umzugehen, daß er zur einst üblichen antijüdischen Polemik untauglich wird.“Footnote 41

Footnotes

*

Eine intensive Beschäftigung mit der semantischen Funktion von ὅτι entstand in zwei Forschungsprojekten (FWF-Projekt P24649 und FWF-Projekt P25082 gefördert vom Österreichischen Wissenschaftsfonds / funded by the Austrian Science Fund) und führte zur Kritik der kausalen Übersetzung von ὅτι in Joh 20.29 (vgl. H. Förster, „Überlegungen zur Übersetzung von Joh 20,19 und 20,29“, Glotta, im Druck); Frau Glyssie Mills Berberian, die anlässlich der SBL-Konferenz in Wien (2014) einen bisher unveröffentlichten Vortrag gehalten hat („ὅτι in John 10:26. A New Translation Proposal“), danke ich für die Anregung, mich auch mit dem Problem von ὅτι in Joh 8.47 auseinanderzusetzen.

References

1 Die Interpunktion folgt der 28. Auflage des Novum Testamentum Graece.

2 H. G. Liddell/R. Scott/H. S. Jones, A Greek-English Lexicon (Oxford: Clarendon Pr., 1925–409 = 1996) s.v.

3 So auch F. Blass/A. Debrunner, Grammatik des neutestamentlichen Griechisch bearbeitet von F. Rehkopf (Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 200118) §388.2; 397; 416.1b.

4 Blass/Debrunner, Grammatik, §470.1.

5 Blass/Debrunner, Grammatik, §470.1: „Jh 10,36 ὃν ὁ πατὴϱ … ὑμεῖς λέγετε ὅτι (= :) βλασφημεῖς, ὅτι (= „weil“) εἶπον … (statt ὃν ὑμεῖς λέγετε βλασϕημεῖν).“ Auch eine Übersetzung des von βλασϕημεῖς abhängigen Nebensatzes als Objektsatz ist möglich: „ … ihr sagt: du lästerst, das bezieht sich darauf, dass ich sage …“ LSJ, s.v. iv: „ … with regard to the fact that “ Siehe auch A. T. Robertson, A Grammar of the Greek New Testament in the Light of Historical Research (Nashville: Broadman, 1934) 430: „There is a natural interblending between object and causal sentences, as shown by the use of ὅτι for both and διότι in late Greek in the sense of ‘that’, objective ὅτι.“

6 E. Bornemann/E. Risch, Griechische Grammatik (Frankfurt am Main: Diesterweg, 19782 [= 2012]) §246.2. Hervorhebung Bornemann/Risch.

7 Dies gilt z.B. für den Übergang von der direkten zur indirekten Rede in Joh 20.18; P66, 01, 03 etc. bieten ὅτι ἑώρακα (direkte Rede); 02, 05 etc.: ὅτι ἑώρακεν (indirekte Rede).

8 Vgl. H. Ljungvik, Beiträge zur Syntax der spätgriechischen Volkssprache (Skrifter utgivna av K. Humanistiska Vetenskaps-Samfundet i Uppsala 27:3; Uppsala: Almquist & Wiksell, 1932) 55–87.

9 NA28 bietet ὅτι, der byzantinische Text bietet καί.

10 Vgl. z.B. für Joh 1.32 die Hs. 031; Joh 1.50 (P66, P75 und die Mehrheit der Majuskeln); in 2.17 hat eine Minderheit der Handschriften ὅτι ὁ ζῆλος anstelle von ὁ ζῆλος; auf eine vollständige Auflistung aller Belege kann verzichtet werden.

11 So auch Blass/Debrunner, Grammatik, §456.1.

12 Vgl. oben die Anm. 11.

13 Vgl. hierzu u.a. Bornemann/Risch, Grammatik, §68; siehe auch LSJ, s.v.

14 Der differenzierte Gebrauch der beiden Demonstrativpronomina ist z.B. in Amos 5.16a (LXX) zu beobachten: διὰ τοῦτο τάδε λέγει κύριος ὁ θεὸς ὁ παντοκράτωρ.

15 Bornemann/Risch, Grammatik, §68.

16 1 Kön (LXX) 2.30; 3 Kön (LXX) 20.19; Amos 3.11; 5.16; 7.17; Micha 2.3; Hag 1.9; Zach 1.16; Jes 1.24; 10.24; 29.22; 65.13; Jer 5.14; 6.21; 7.20; 9.6, 14; 11.11, 21; 14.15; 15.19; 18.13; 22.18; 23.2; 23.15, 38; 25.8; 27.18; 28.36; Ez 5.7, 8; 11.7; 13.13, 20; 21.29; 23.35; 24.6; 24.9; 25.13, 15, 16; 26.3; 28.6; 29.8; 30.22; 31.10; 34.20; 36.5; 39.25; 44.9.

17 Deswegen sollte man in einem derartigen Fall auch immer einen Hochpunkt im Griechischen im Anschluss an die präpositionale Wendung διὰ τοῦτο setzen.

18 Somit wendet sich der vorliegende Beitrag sehr grundsätzlich gegen W. Bauer, Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur (Hg. K. Aland und B. Aland; Berlin: De Gruyter, 19886) s.v. ii B 2. διὰ, wo Joh 5.16, 18; 8.47; 10.17; 12.18, 38 und 15.19 als Belege von διὰ τοῦτο … ὅτι in der Übersetzung „darum, weil“ geboten werden.

19 Vgl. Lutherübersetzung (1984); H. Thyen, Das Johannesevangelium (HNT 6; Tübingen: Mohr Siebeck, 2005) 447 schärft noch einmal das Kausalverhältnis: „Wer aus Gott ist, der erhört die Worte Gottes. Ihr dagegen vermögt sie darum nicht zu erhören, weil ihr nicht aus Gott seid.“

20 Für das Spektrum an Interpretationen, das durch eine asyndetische Parataxe eröffnet wird, vgl. Ljungvik, Syntax, 87–102.

21 Zur Verwendung von καί anstelle von ὅτι vgl. Ljungvik, Syntax, 81: „Es ist zu erwähnen, dass an einer Stelle nach γράφειν ein mit καί angereihter Satz einen Objektsatz mit ὅτι vertritt.“

22 Robertson, Grammar, 426: „In truth in the vernacular generally and the earlier stages of language parataxis prevails. It is more common with some writers than with others, John, for instance, using it much more frequently than Paul or even Luke.“

23 Vgl. hierzu auch H. W. Smyth, Greek Grammar (Cambridge, MA: Harvard University Press, 1956) §2586: „ὅτι (and by analogy ὡς) are often attached loosely to the main clause with the meaning as a proof (in support) of the fact that.“ In diesem Fall würde man übersetzen: „Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte: Daraus folgt: Dass ihr nicht hört, ist Beweis dafür, dass ihr nicht von Gott seid.“

24 Dieser Fehler der Übersetzung hat auch Eingang in die neutestamentliche Grammatik gefunden; vgl. Blass/Debrunner, Grammatik, §290 Anm. 5.

25 Joh 8.45; Übersetzung: Lutherübersetzung (1984).

26 Dies wird auch durch den Gebrauch von ὅτι im Markusevangelium bestätigt; vgl. Caragounis, C. C., „What Did Jesus Mean by τὴν ἀϱχήν in John 8:25?”, NT 49 (2007) 129–47, dort 140–1Google Scholar: „ὅτι = ‘Why?’ In classical times the question why? normally uses τί; and indirect questions use ὅτι. The first holds true of the New Testament although there is a tendency in literarily low-standing writings to use ὅτι even in direct questions.“

27 Siehe zu Joh 8.45 auch K. Wengst, Das Johannesevangelium. 1. Teilband: Kapitel 1–10 (ThK.NT; Stuttgart: Kohlhammer, 20042) 352: „‚Ich aber — weil ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.’ Wenn der eigene Anspruch exklusiv als Wahrheit gilt, bleibt die Gegenseite, solange sie diesen Anspruch nicht teilt, auf Unglaube und Lüge festgelegt.“ In der Übersetzung „dass ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht“ scheint eher die Verzweiflung des Sprechers über die Hörer zum Ausdruck zu kommen.

28 R. Bultmann, Das Evangelium des Johannes: Studienausgabe (KEK 2; Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 198520) 245; vgl. U. Schnelle, Das Evangelium nach Johannes (ThHK.NT 4; Leipzig: Evang. Verlagsanst., 20094) 177 (auf 8.47 bezogen): „Wer die Worte Gottes in der Offenbarung Jesu hört, zeugt damit von seiner Herkunft aus Gott, umgekehrt gibt sich im Nicht-Hören des Unglaubens die Herkunft vom Teufel zu erkennen.“ Siehe auch C. Dietzfelbinger, Das Evangelium nach Johannes (ZBK 4/1 und 4/2; Zürich: Theol. Verl., 20042) 258: „Sind sie durch den Teufel, den Inbegriff der Lüge bestimmt, so glauben sie Jesus gerade darum nicht, weil er die Wahrheit sagt (vgl. V. 43; 12,39). Sie bezeugen ihr Sein, aus dem Teufel’, indem sie nicht an Jesus glauben.“ Hervorhebung CD.

29 Bultmann, Johannes, 208 Anm. 10 u. 416 Anm. 9.

30 Joh 8.44 kann nicht berücksichtigt werden, da dort gravierende grammatikalische Probleme existieren, die möglicherweise ein korrektes Verständnis der Passage sehr schwierig machen; vgl. hierzu grundsätzlich Blass/Debrunner, Grammatik, §268.2 Anm. 5.

31 Thyen, Johannesevangelium, 447.

32 Siehe zur Prädestination auch M. Theobald, Das Evangelium nach Johannes. Kapitel 1–12 (RNT; Regensburg: Pustet, 2009) 606; vgl. ferner Dietzfelbinger, Johannes, 259: „V. 47 wiederholt die oben gegebene Antwort: Weil sie nicht aus Gott sind. Vorgeschaltet ist dem ein anthropologischer Lehrsatz, der vermutlich von einem christologischen Lehrsatz abgeleitet worden ist: Jesus ist der Eine, der, weil er aus Gott ist, die Worte Gottes hört und verkündet (vgl. 3,31f); wer ihm glaubt, hört seinerseits aus dem Mund Jesu das jetzt ergehende Wort Gottes (8,28b). Davon wissen die Angeredeten nichts und sie können davon nichts wissen.“

33 U. Eco, „Overinterpreting Texts”, Umberto Eco: Interpretation and Overinterpretation (Hg. S. Collini; Cambridge: Cambridge University Press, 1992) 45–66, hier 65.

34 Aufschlussreich ist, dass an anderen Orten sehr wohl der anaphorische Bezug von διὰ τοῦτο wahrgenommen wird; vgl. E. Lohse, Der Brief an die Römer (KeK 4; 200315) 174: „Mit der Wendung διὰ τοῦτο schafft Paulus nicht nur einen lockeren Übergang, sondern er zieht aus den bisher vorgetragenen Gedanken eine Schlussfolgerung.“

35 E. Haenchen, Das Johannesevangelium: Ein Kommentar aus den nachgelassenen Manuskripten (Hg. U. Busse; Tübingen: Mohr Siebeck, 1980) 365 überträgt: „Wer aus Gott ist, der hört Gottes Worte. Darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.“

36 Haenchen, Johannesevangelium, 371.

37 Vgl. auch nur Joh 5.28–9: μὴ θαυμάζετε τοῦτο, ὅτι ἔρχεται ὥρα ἐν ᾗ πάντες οἱ ἐν τοῖς μνημείοις ἀκούσουσιν τῆς φωνῆς αὐτοῦ καὶ ἐκπορεύσονται οἱ τὰ ἀγαθὰ ποιήσαντες εἰς ἀνάστασιν ζωῆς, οἱ δὲ τὰ φαῦλα πράξαντες εἰς ἀνάστασιν κρίσεως.

38 Joh 5.45: μὴ δοκεῖτε ὅτι ἐγὼ κατηγορήσω ὑμῶν πρὸς τὸν πατέρα· ἔστιν ὁ κατηγορῶν ὑμῶν Μωϋσῆς, εἰς ὃν ὑμεῖς ἠλπίκατε.

39 Joh 5.46–7: εἰ γὰρ ἐπιστεύετε Μωϋσεῖ, ἐπιστεύετε ἂν ἐμοί· περὶ γὰρ ἐμοῦ ἐκεῖνος ἔγραψεν. εἰ δὲ τοῖς ἐκείνου γράμμασιν οὐ πιστεύετε, πῶς τοῖς ἐμοῖς ῥήμασιν πιστεύσετε.

40 Die Frage der Zugehörigkeit zum Volk Gottes wird im Rahmen der Symbolhandlung des Propheten Hosea (wodurch die Bundestreue symbolisch mit der ehelichen Treue verglichen wird; vgl. Hos 1.2) dann in deutlichster Form durch den Namen eines der Kinder zum Ausdruck gebracht (Hos 1.9): Dieses heißt „nicht mein Volk“ (לֹא־עַמִּי).

41 Dietzfelbinger, Johannes, 259.

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