Hostname: page-component-76d6cb85b7-xh428 Total loading time: 0 Render date: 2026-07-11T00:24:06.973Z Has data issue: false hasContentIssue false

An American Führer? Nazi Analogies and the Struggle to Explain Donald Trump

Published online by Cambridge University Press:  04 December 2019

Gavriel D. Rosenfeld*
Affiliation:
Fairfield University
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Abstract

Ever since Donald Trump announced his candidacy for the US presidency in June 2015, journalists, scholars, and other commentators in the United States have attempted to explain his political success with the aid of historical analogies. In so doing, they have sparked a wider debate about whether the Nazi past helps to make sense of the US present. One group in the debate has contended that Trump's ascent bears a worrisome resemblance to interwar European fascism, especially the National Socialist movement of Adolf Hitler. By contrast, a second group has rejected this comparison and sought analogies for Trump in other historical figures from European and US history. This article surveys the course, and assesses the results, of the debate from its origins up to the present day. It shows that historians of Germany have played a prominent role in helping to make sense of Trump, but notes that their use of Nazi analogies may be distorting, rather than deepening, our understanding of contemporary political trends. By examining the merits and drawbacks of Nazi analogies in present-day popular discourse, the article recommends that scholars draw on both the German and American historical experience in order to best assess the United States's present political movement.

Seitdem Donald Trump im Juni 2015 seine Bewerbung um das US-Präsidentenamt bekanntgab, haben Journalist*innen, Wissenschaftler*innen und andere Kommentator*innen in den Vereinigten Staaten versucht, seinen politischen Erfolg mit Hilfe historischer Analogien zu erklären. Damit haben sie eine breitere Debatte darüber angestoßen, ob die nationalsozialistische Vergangenheit helfen kann, die US-amerikanische Gegenwart zu deuten. Eine Gruppe hat in dieser Debatte verfochten, dass der Aufstieg Trumps besorgniserregende Ähnlichkeit mit dem europäischen Faschismus der Zwischenkriegszeit aufweise, insbesondere mit der nationalsozialistischen Bewegung Adolf Hitlers. Im Gegensatz dazu hat eine zweite Gruppe diesen Vergleich zurückgewiesen und Analogien zu Trump bei anderen historischen Gestalten aus der Geschichte Europas und der Vereinigten Staaten gesucht. Dieser Beitrag verfolgt den Verlauf dieser Debatte und bewertet ihre Ergebnisse von ihren Anfängen bis heute. Er zeigt, dass zu Deutschland arbeitende Historiker*innen bei der Einschätzung Trumps eine prominente Rolle gespielt haben, weist aber darauf hin, dass deren Gebrauch von Analogien mit dem Nationalsozialismus unser Verständnis gegenwärtiger politischer Trends möglicherweise eher verzerrt als vertieft. Indem er die Vorzüge und die Nachteile des Nazi-Vergleichs im heutigen populären Diskurs untersucht, empfiehlt er, dass Wissenschaftler*innen sowohl deutsche als auch amerikanische historische Erfahrungen heranziehen sollten, um den gegenwärtigen politischen Moment der USA möglichst gut einschätzen zu können.

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Type
Article
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