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Die Politie hat für die chronologisch dunkele periode 479–45 einige feste punkte gegeben, durch die Themistoklesanekdote aber gedroht, alles zu verwirren. bei der nachprüfung stellte sich mir zur eigenen überraschung heraus, dass das mistrauen gegen die ergebnisse der zeitrechnung für diese periode, das ich bisher gehegt hatte, nur so weit berechtigt war, als es den modernen gebäuden galt, die ohne ausnahme starke gewaltmittel gegenüber den zeugnissen brauchen. lässt man dagegen die zuverlässige überlieferung stehn, so ergibt sich ein resultat von sehr erfreulicher einfachheit und sicherheit. obwol also neues gerade gar nichts von mir aufgestellt wird, halte ich für gut, eine zeittafel vorzulegen. die methode, dünkt mich, spricht für sich selbst, die genauen und absolut, nicht bloss relativ, gegebenen datirungen an einander zu reihen. wenn sie stimmen, so ist es gut; die relativen angaben müssen sich dann fügen, und es hat historisch sogar nur ein geringes interesse, wie das bewerkstelligt wird.
Es kommt freilich darauf an, welche voraussetzungen man macht, und wie weit man exacte genauigkeit überhaupt für erreichbar hält. ich schicke deshalb die grundsätze voraus, auf deren boden ich allein debattiren kann.
1) die zeitrechnung ist die attische. alle angaben der späteren gehen auf attische jahre zurück, abgesehen von dem persischen kanon der könige.) also sind die einzig absolut verlässlichen daten die auf den attischen archon gestellten, zumal sie entweder direct in urkunden erhalten sind oder aus der chronik stammen.
Die steine der burg von Athen erzählen uns von einer zeit, deren selbst die sage vergessen hat. hinter der gewaltigen ringmauer wohnten die Kekroper in kleinen häuschen, und der palast ihres königs stand etwa da, wo die zeit Kleophons das Erechtheion gebaut hat. die burg hatte keineswegs nur den zugang von westen, sondern es führte von nordosten ein steiler aber breiter weg zum schlosse, und eine schmale treppe stieg zur späteren Pansgrotte hinab (Euripides nennt diesen weg μαϰϱαí) und weiter zur Klepsydra. am nordfusse des burgfelsens rann der fluss, an dem dieses Athen lag, der Eridanos, und sein ‘reines nass schöpften’ die mädchen. an der ecke, wo das Erechtheion mit dem Athenatempel zusammenstösst, den Peisistratos erbaut hat, zeigt die wand selbst, dass der baumeister auf einen raum darunter rücksicht nahm, das grab des Kekrops. kein zweifel, dass dieses grab die gebeine eines alten herren des schlosses barg oder birgt. noch heute kann der andächtige blick die male schauen, die der dreizack Poseidons in dem burgfelsen zurückgelassen hat, und ist auch Athenas ölbaum verschwunden, so ist doch die umfriedigung des gärtchens unverkennbar, in dem der tau der Agrauliden seiner wartete. auge und hand kann fühlung nehmen mit einer zeit, die eine verschollene urzeit war, als Peisistratos den alten tempel baute. damals spross noch der heilige ölbaum und stand noch der hausaltar der alten könige des schlosses. die continuität ist in Athen niemals abgerissen, obwol die erinnerung nichts fest gehalten hatte als die tatsache der continuität.